Xiangqi in Braunschweig

Chinesisches Schach zwischen Harz und Heide

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Rot gewinnt (XII)

Verfasst am Mittwoch, 22. November 2006 von Andreas Klein
20061122_chk.jpg
Rot am Zug gewinnt

Und das nächste Endspiel. Wobei hier natürlich erstmal eine handfeste Mattdrohung abzuwehren ist. Die Rettungsidee ist nicht ganz leicht zu finden, aber immerhin recht originell, wenn auch vermutlich nicht ganz praxisrelevant. Wer diese Hürde überwunden hat steht dann vor der Frage, ob das Endspiel tatsächlich gewonnen ist? Und wer bis hierhin vorgedrungen ist darf als Schmankerl den Soldaten von a4 nach a5 stellen und sich die selben Fragen zum zweiten Mal stellen :-)

Hier noch das alternative Diagramm mit westlichen Symbolen:

20061122_wek.jpg

Einsortiert in Aufgaben |

11 Kommentare

  1. Claus

    Dein Tipp verraet ja doch recht viel, Andreas. Ich hatte
    ihn erst nicht gesehen, weil ich das Diagramm nur auf der
    Startseite betrachtet habe, aber jetzt habe ich das Motiv,
    werde es aber noch nicht verraten :)

    Claus

  2. petercck

    simple but theoretical

  3. Claus

    Na, will niemand? Dann eben wieder ich LOL

    1. Pf5 We5 oder irgendein anderer sinnvoller Zug auf
    der e-Linie, ein Verlassen der e-Linie wird natuerlich
    mit We1+ beantwortet und danach ist die Stellung langweilig!

    2. We1! Wxe1 Was sonst?
    3. Pe3 und jetzt ist der Wagen eingesperrt und kann nicht
    ziehen, ohne verloren zu gehen. Auch bei Rot koennen Feldherr,
    Pferd, Leibwaechter und Elefanten nicht ziehen, weil das
    jeweils den Wagen befreien wuerde. Somit wird die Partie
    zu einem Kampf zwischen dem roten Soldaten und dem schwarzen
    Feldherrn, bei dem es nach meinem Eindruck keine besonderen
    Feinheiten gibt. Natuerlich darf der Soldat nicht zu frueh
    zu weit nach vorne laufen, aber alles andere duerfte
    funktionieren. Ich wuerde den Soldaten nach e7 bringen, in
    diesem Moment kann der schwarze Feldherr auf e9, f8 oder
    f10 stehen und ist dann am Zug. Somit kann er nach e10 oder
    nach f9 ziehen und Rot zieht dann Se8 und auf dann folgendes
    Ff10 folgt Se9. Der Feldherr steht dann patt, also muss sich
    der Wagen opfern und danach ist die Partie beendet, da Schwarz
    ganz patt steht und das im Xiangqi den Gewinn des Gegners
    bedeutet. Eine Beispielvariante dazu:

    3. Pe3 Fe9 4.Sa5 Fe10 5.Sa6 Fe9 6.Sa7 Fe8 7.Sb7 Fe9
    8. Sc7 Fe10 9.Sd7 Fe9
    (Hier koennte Schwarz meinen Plan durchkreuzen und den roten
    Soldaten nicht nach e7 lassen, aber das hilft wegen 9. … Sd10
    10. Sd8 Fe10 11. Sd9 Ff10 12.Se9 auch nicht.)
    10. Se7 Fe10 11.Se8 Ff10 12.Se9 Wxe3 13.Exe3 patt.

    Claus

    P.S.: Zur Stellung mit dem Soldaten auf a5 duerfen sich andere
    aeussern :)

  4. zock

    Wunderbares Problem!Schwarz hat folgende eine Rettungsidee(basierend auf dem von Claus sehr richtig vorgetragenen Marsch des Soldaten nach e7)Wenn der rote Soldat einen Zug vor e7 steht(also auf d7,e6 oder f7)muß der schwarze Feldherr den Punkt e8 besetzen. Wenn Se7 mit Schach erfolgt gewinnt man nicht!Es fehlt ein entscheidendes Tempo,dass der Soldat auch nicht gewinnen kann.
    Daraus folgt das Finale glorioso,der eigentlich näher am Feldherren stehende Soldat a5 verfehlt den Gewinn, den der “rückständige” Kollege auf a4, wie von Claus beschrieben durch den etwas längeren Weg erzielt!a4-a5 ist das entscheidende Tempo

  5. Claus

    Hallo Zock,

    ich denke nicht, dass Schwarz irgendwelche Feinheiten
    benoetigt, wenn der Soldat am Anfang auf a5 steht. Rot
    kann auf keine Weise ein Tempo verlieren und Schwarz
    kann auch keines verschenken. Deshalb kann der schwarze
    Feldherr beliebig herumlaufen, er wird immer richtig
    stehen, wenn der rote Soldat seinen Schlussangriff startet.
    Natuerlich darf er in dem Moment, in dem Rot nach e7
    zieht, nicht auf e9, f8 oder f10 stehen, aber das kann
    er auch gar nicht, weil er dazu ein Tempo haette gewinnen
    muessen. Moegliche Felder sind neben e8 auch e10 und f9
    und auch in diesen Faellen endet die Partie mit einem Remis.

    Claus

  6. Viet

    Hallo Klaus,

    was macht rot, wenn schwarz nach 1. Pf5 mit Ff10 antwortet ?
    Wenn rot 2.We1 spielt, ist dann wegen Zugverzörgerung ein Remis.

    1. Pf5 Ff10
    2. We1(a) Wxe1
    3. Pe3 Fe10
    …. remis

    (a) Irgendwelche Idee ?

  7. Claus

    Hallo Viet,

    1. … Ff10 hatte ich bislang gar nicht beachtet. Aber
    Schwarz droht dann ja auch kein Matt mehr, so dass 2.Wd2
    eventuell reichen koennte?! Auf z.B. 2.Wd2 We5 kann
    3.Wd2 folgen. Hat Schwarz dann noch Drohungen? Eine
    andere Idee fuer Rot koennte 2. Le2 sein. Habe jetzt
    aber nicht sehr tief reingeschaut.

    Claus

  8. Claus

    Ich meinte natuerlich 3.Wf2 und nicht 3.Wd2

    Claus

  9. Claus

    Auch 1. … Fe9 sollte man noch bedenken, aber auch darauf
    sollte 2.Wd2 reichen oder?

    Claus

  10. Viet

    Hallo Claus,

    deine Lösungsvorschläge sind korrekt.

    Ich will nur gesagt haben, dass 2. We1 nicht immer funktioniert.

  11. Andreas Klein

    Ihr habt mal wieder den Nagel auf den Kopf getroffen, danke! Oder besser gesagt: die Nägel, denn eigentlich waren es ja zwei Aufgaben. Wenn ich hier nicht mit der Formatierung von Diagrammen auf Kriegsfuss stände, dann hätte ich Claus’ Reihe “Der kleine Unterschied” aus dem Xiangqi-Kurier wiederaufleben lassen (nein, damit waren keine Vergleiche zwischen Frauen- und Männerschach gemeint). Aber ich muss noch daran basteln, wie man hier zwei Diagramme sauber nebeneinander aufreiht.

    Dass es überhaupt zwei Teilaufgaben geworden sind, haben wir dem chinesischen Kombibuch zu verdanken, aus dem ich die Stellung entnommen habe. Dort steht der rote Soldat nämlich auf a5! Die Lösung bricht nach 3. Pe3 ab, und der abschliessende Kommentar weist vermutlich darauf hin, dass der Soldat den König alleine zur Strecke bringt. Ich habe dann versucht, das selbst hinzubekommen, aber aus den Gründen, die ihr schon genannt habt, ist mir das natürlich nicht gelungen. Erst als ich den Soldaten eine Reihe weiter hinten aufstellte, liess sich die Aufgabe tatsächlich lösen! Wenn der Autor den Soldaten gleich richtig hingestellt hätte, dann wäre der Lerneffekt viel geringer gewesen :-)

 

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