Xiangqi in Braunschweig

Chinesisches Schach zwischen Harz und Heide

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WM-Sonderaufgabe (V)

Verfasst am Mittwoch, 31. Oktober 2007 von Andreas Klein
Aufgabenstellung vom 31.10.07 (chinesische Symbole)
Rot am Zug setzt in wenigen Zügen matt

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Bundesliga und Monatsblitz

Verfasst am Dienstag, 30. Oktober 2007 von Andreas Klein

Zurück in den Niederungen des heimischen Xiangqi-Geschehens stehen gleich die nächsten wichtigen Turniere an:

Bereits am 17. und 18. November findet in Hannover das erste Bundesligaturnier der Saison 2007/2008 statt. Dies ist das einzige Wochenende im verbleibenden Jahr (mal von Weihnachten und Silvester abgesehen), das in Berlin und Niedersachsen und Sachsen-Anhalt westschachfrei ist. Da die Ansprechpartner in der Pagode erst jetzt ihr OK gegeben haben, konnte der Termin leider nur so kurzfristig bekanntgegeben werden. Die Modalitäten sind wie folgt:

Spielort: Pagode Viên Giác, Karlsruher Strasse 6, 30519 Hannover
Termine: Samstag, 17.11.2007, 12 Uhr Meldeschluss; Sonntag, 18.11.2007, 9 Uhr Spielbeginn
Modus: Sechs Runden Schweizer System, am Samstag und Sonntag jeweils drei Partien
Bedenkzeit: 50 Minuten für die ganze Partie, zusätzlich 10 Sekunden Zuschlag pro Zug
Kontakt: Karsten Hoffarth


Noch eine Ebene tiefer und noch früher findet übermorgen unser nächstes Monatsblitzturnier statt:

am 31. Oktober ab 19 Uhr: Xiangqi-Monatsblitz in der Gaststätte “Rote Wiese” in 38124 Braunschweig

Die Ergebnisse aus dem September und den Zwischenstand in der Jahreswertung findet ihr als Kommentar hier.

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WM-Sonderaufgabe (IV)

Verfasst am Mittwoch, 24. Oktober 2007 von Andreas Klein
Aufgabenstellung vom 24.10.07 (chinesische Symbole)
Rot am Zug setzt in wenigen Zügen matt

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WM-Partien (V)

Verfasst am Montag, 22. Oktober 2007 von Andreas Klein

Gut, einen habe ich doch noch. Hier meine Partie gegen GM Zhao Guo Rong, in der man schön sieht, warum man eigentlich 4. Wh7 spielen muss, um gerade nicht nach 4. Sc5 Kh4 auf der rechten Seite viel zu passiv zu stehen. Ich war entweder zu aufgeregt oder zu sehr mit Fotografieren beschäftigt oder beides, denn diese Variante mit der gleichen Zugreihenfolge hatte ich während der WM ja bereits richtig behandelt. Als er ohnehin schon klar auf Gewinn stand, hat er mit 22.- Pxe3! noch mal einen schönen taktischen ausgepackt, denn ich darf das Pferd leider nicht mit dem Elefanten nehmen wegen 23.- Ke4, wonach sowohl Matt durch Kc1 als auch Wagenverlust durch Wxh1 droht.

Andreas Klein - GM Zhao Guo Rong (China)
1. Khe3 Pg8 2. Pg3 Wh10 3. Wh1 Sg6 4. Sc5 Kh4 5. Pc3 Ece8 6. Ka3 Lde9 7. Wb1 Kc8 8. Lfe2 Sc6 9. Wb5 Kxc5 10. Pd5 Pc8 11. Kad3 Kc4 12. Wb7 Wb10 13. Wxb10+ Pxb10 14. Se5 Pc8 15. Ea3 Sc5 16. Kc3 Sxd5 17. Kxc8 Ld8 18. Ec1 Sxe5 19. Ka3 Pf6 20. Ege3 Pxg4 21. Kxa7 Kc3 22. Pi2 Pxe3 23. Ff1 Pf5 24. Kc5 Kh2 25. Wg1 Se4 26. Kxi7 Kb3 27. Sa5 Kb1 28. Wg4 Wh7 29. Ki5 Wf7 30. Fe1 Pe3 0-1

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WM-Zwischenbericht (VII)

Verfasst am Montag, 22. Oktober 2007 von Andreas Klein

Shoshi Kazuharu und Xu Yin ChuanHeute nur ein paar kurze Nachbemerkungen. Die weiteren Feinwertungen im Falle von Punkt- und Wertungsgleichheit lauten: direkter Vergleich, Anzahl der Siege, Anzahl der Siege mit Schwarz, Anzahl der Partien mit Schwarz. Ich habe die Abschlußtabelle noch mal neu hochgeladen, viel dürfte sich aber bei den Platzierungen nicht getan haben. Offiziell ist hiermit allerdings, dass der Japaner Tanaka den achten NCNV-Preis bekommt, weil er drei Partien gewonnen hat und Setiawan nur zwei. Ich habe außerdem die komplette Mannschaftswertung hochgeladen, auch wenn das eine weitere unerfreuliche Statistik für die deutsche Mannschaft ist. Na ja, was soll’s, in zwei Jahren wird alles besser. Man munkelt, dass die nächste WM 2009 in Vancouver stattfinden wird, ab heute beginnt die Vorbereitung. Wenn ich schon in die Zukunft schaue, dann kann ich hier auch gleich die offizielle Aussage von Jouni Rämö weitergeben, dass die EM im nächsten Jahr nicht wie geplant in Finnland stattfinden wird, weil dem dortigen Xiangqi-Verband ganz einfach die Ressourcen fehlen.

Gestern Abend fand noch eine nette Simultanveranstaltung statt, bei der Lü Qin (fünffacher Weltmeister), Zhao Guo Rong (Weltmeister 1991), Xu Yin Chuan (Weltmeister 2007), Wu Xia (Weltmeisterin 2007), Hong Zhi (Vize-Weltmeister 2007), Nguyen Thanh Bao (WM-Dritter 2007), Nguyen Vu Quan (WM-Vierter 2007), Chong Heung Ming (WM-Fünfter 2007) und Ngo Lan Huong (Vize-Weltmeisterin 2007) jeweils gegen ca. 10 bis 12 Gegner antraten. Vier Spieler unserer Mannschaft nahmen den Kampf auf und wir gingen überraschenderweise nicht leer aus. Zwar verlor Cai Fang gegen Hong Zhi, Zhang gegen Nguyen Thanh Bao und ich gegen Zhao Guo Rong, aber Hanming, der ebenfalls gegen Zhao spielen durfte, konnte glorreich remis halten, was besonders erfreulich ist, weil der GM die Angelegenheit recht ernst zu nehmen schien und teilweise sehr lange an den einzelnen Brettern verweilte. Bei Xu war die Stimmung viel gelöster, er war auch gelegentlich mal zu einem Scherz aufgelegt, bei dem dann die versammelte Menschentraube in Lachen ausbrach. Auch nach dem Ende der Simultanvorstellung ließ er es gut gelaunt über sich ergehen, dass sich alle Welt mit ihm fotografieren lassen wollte. Dabei ist auch das Foto entstanden, das den Weltmeister zusammen mit Shoshi Kazuharu, dem Sieger in der NCNV-Wertung, zeigt.

So, das dürfte mein letzter Beitrag aus Macao gewesen sein. Michael ist gestern schon zurückgeflogen, Reinhard und Manuela müssen morgen früh um 3 Uhr an der Fähre, die anderen folgen dann über den Tag verteilt, mein Flieger geht um 23 Uhr. Vorher schlagen wir uns aber noch mal die Wampe voll, ab ca. 18 Uhr beginnt das Abschlußbankett, bei dem auch die Siegerehrungen vorgenommen werden.

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WM-Partien (IV)

Verfasst am Sonntag, 21. Oktober 2007 von Andreas Klein

Hier meine beiden letzten WM-Partien. Gestern Abend immerhin ein Remis gegen ein 63er, der allerdings mit nur 2/7 auch nicht gerade ein Riesenturnier gespielt hat. Was ihn bewogen haben mag, im 21. auf d6 zu nehmen, wonach er einen Wagen gegen zwei Figuren verliert, ist mir schleierhaft. Am Ende habe ich dann allerdings mit nur noch zwei Minuten entnervt das Material zurückgegeben, um nicht doch noch von seinen langsam ins Spiel kommenden Figuren geholt zu werden. Ich weiß, dass das weich war.

Heute wie schon im Bericht erwähnt ein lustiges Figurengepatze. Der erste Einsteller in der Folge von 13.- Pxe4? war mal wieder die mangelnde Fähigkeit, sich ausreichend in die Stellung zu vertiefen. Nachdem ich auf c3 genommen hatte, fiel mir auch noch Kd3 ins Auge, was wohl sehr stark wäre, aber dass ich nach dem einfachen 15. Wb3 Wg8 16. Wxc3 wegen Kxe8+ nicht auf g3 nehmen kann, hatte ich selbst da noch nicht, geschweige denn in der “Vorausberechnung”, gesehen. Bei seinem ersten Figureneinsteller 18. Pxe8 hat er vermutlich “nur” Kf9 übersehen, aber fragt mich nicht, warum er mit 21. Wxe5 die zweite Figur gibt. Ich konnte mich dann aber mit 33.- Pb3 revanchieren, weil ich übersehen hatte, dass der Wagen nach Wxh1 das Matt auf f1 deckt. Glücklicherweise bot die Stellung danach immer noch ein paar Möglichkeiten, auch wenn man natürlich nicht die Zeit ablaufen lassen muss, wenn man eigentlich nur einen Zug hat.

Andreas Klein - Iwan Setiawan (Indonesien)
1. Khe3 Pc8 2. Pg3 Pg8 3. Wh1 Wh10 4. Sc5 Sg6 5. Wh7 Ki8 6. Wg7 Ki9 7. Se5 Kg9 8. Wf7 Lde9 9. Se6 Wh5 10. Pe4 Sxe6 11. Kxe6+ Ece8 12. Ke3 Sg5 13. Pxg5 Kxg5 14. Sxg5 Wxg5 15. Wxc7 Pd10 16. Sc6 Kc8 17. Pc3 We5 18. Sd6 Wb10 19. Sa5 Wb4 20. Sa6 Wd4 21. Wa4 Wxd6 22. Pe4 Wdxe6 23. Kxe5 Wxe5 24. Ece3 Sxa6 25. Pg5 Eg6 26. Wxa6 E10e8 27. We6 Wf5 28. Wc5 Wf2 29. Pe4 Kc6 30. Si5 Pc8 31. Wb5 Ph6 32. Wh5 Pg8 33. Wh7 Pge7 34. Wxi7 Wd2 35. Ec5 Wd5 36. Ege3 Fd10 37. Lfe2 Kb6 38. Wxb6 Pxb6 39. Wxe7 Wxi5 40. Pf6 ½-½

Sone Toshihiko (Japan) - Andreas Klein
1. Khe3 Pc8 2. Pg3 Kf8 3. Pa3 Pg8 4. Wh1 Ege8 5. Kbc3 Wb10 6. Wb1 Kb4 7. Wh7 Sg6 8. Sa5 Lfe9 9. Sg5 Sxg5 10. Wg7 Wi8 11. Wxg5 Pf6 12. Wb5 Wxb5 13. Pxb5 Pxe4 14. Wxb4 Pxc3 15. Wb3 Wg8 16. Wxc3 Se6 17. Pxc7 Se5 18. Pxe8 Kf9 19. Ke2 Exe8 20. We3 Pd6 21. Wxe5 Wxg3 22. Kxe8+ Ld8 23. Ke6 Wxg1 24. Lde2 Wg6 25. Sc5 Wf6 26. Sc6 Pc4 27. We4 Kh9 28. Ld3 Kh1+ 29. Fe2 Pxa5 30. Sd6 Ff10 31. Wh4 Wf2+ 32. Fe3 Wf3+ 33. Fe2 Pb3 34. Wh10+ Ff9 35. Wxh1 Pxc1+ 36. Fe1 Pxd3+ 37. Fe2 Pf4 38. Wh4 Wxf1+ ZÜ 0-1

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WM-Zwischenbericht (VI)

Verfasst am Sonntag, 21. Oktober 2007 von Andreas Klein

Nguyen Vu Quan gegen Xu Yin ChuanAus, aus, das Spiel ist aus. Unangefochtener neuer Weltmeister ist Xu Yin Chuan aus China (rechts im Bild gegen Nguyen Vu Quan), der es auf stattliche 8½ Punkte gebracht hat. Sein einziges Remis gab er gegen seinen Landsmann Hong Zhi ab, der mit sieben Punkten Vize-Weltmeister wurde. Die Bronzemedaille sicherte sich heute Nguyen Thanh Bao aus Vietnam mit einem Remis gegen Hong. Die Mannschaftswertung ging damit natürlich auch nach China (Plätze 1 und 2), gefolgt von Vietnam (Plätze 3 und 4) und Hongkong (Plätze 6 und 8). Auch bei den Frauen bleibt der Titel in China. Wu Xia gab ebenfalls nur ein Remis gegen die Vizeweltmeisterin Ngo Lan Huong aus Vietnam ab, die mit einem weiteren Remis ihre Titelchancen begraben musste. Bronze ging mit fünf Punkten nach Taiwan an Gao Yi Ping.

Die deutsche Bilanz beträgt heute immerhin noch mal 3½ aus 7. Hanming dürfte mit seinem Remis gegen Hung Tu Ho aus Australien ganz zufrieden sein, was ihn auf vier Punkte bringt. Bei Zhang läuft es überhaupt nicht, heute gab es noch eine Niederlage gegen Ung Dau aus Kanada, womit er bei lediglich 3½ Punkten einkommt. Reinhard konnte sich leider nicht mehr in die Preisränge spielen, die Niederlage gegen Mikko Tornqvist aus Finnland kommt eher überraschend, aber wenn erstmal eine Figur weg ist, dann lässt sich selbst im Xiangqi häufig nichts mehr machen. Anders bei mir, denn in einer fröhlichen Figureneinstellerorgie (jede Seite durfte zwei Püppchen wegdaddeln) ließ Sone Toshihiko aus Japan im 38. Zug einfach seine 40 Sekunden ablaufen, obwohl er im Grunde nur einen spielbaren Zug hatte. Karsten gewann klar gegen Alain Dekker aus Großbritannien, und auch Bastian durfte noch mal einen ganzen Punkt einsammeln. Gegen Olavi Stenman aus Finnland musste er zwar ein paar einzige Züge finden, was ihm aber gelang, und nachdem ich zwanzig Minuten mal nicht auf sein Brett geschaut hatte, waren seinem Gegner plötzlich zwei Figuren abhanden gekommen.

Shoshi Kazuharu gegen Michael NäglerFehlt noch Michael, den ihr rechts im Bild seht. Er hatte heute wieder mal die Ehre, an einem der übertragenen Brettern spielen zu dürfen. Der Grund dürfte gewesen sein, dass seine Partie gegen Shoshi Kazuharu aus Japan eine Art Endspiel in der Nichtasiatenwertung darstellte, vor allem, nachdem Kon Island (Hongkong) seine Partie verloren hatte. Der Sieger aus Michaels Partie würde somit alleine die Sonderwertung und die damit verbundenen 15000 Patacas gewinnen. Als ich zum ersten Mal dazu kam, über die Absperrung zu schauen, stand Michael aber schon mit dem Rücken zur Wand. Bei beiderseitig je einem Pferd und einer Kanone hatte Shoshi bereits zwei Soldaten über dem Fluss, und Michael fehlten beide Elefanten. Eine gewisse Chance auf ein Remis aufgrund der 50-Züge-Regel war aber noch gegeben. Nachdem nach meiner Schätzung bereits etwa 30 Züge ohne Schlagfall geschehen waren, sah sich Michael jedoch genötigt, seine Kanone gegen Shoshis Pferd zu tauschen. Danach begann die Zählung von neuem, und Shoshi hatte wohl keine besondere Mühe mehr, die Partie nach Hause zu schaukeln. Nach gut 4½ Stunden und 127 Zügen war die Partie entschieden, wie vor zwei Jahren hatte Michael die letzte Partie der WM, diesmal aber leider mit einem unerfreulichen Ausgang.

Somit heisst der Sieger in der Nichtasiatenwertung Shoshi Kazuharu, Zweiter wurde Kon Island. Michael landete auf einem guten dritten Platz, hätte er Remis gehalten, dann wäre er mit gleicher Wertung wie Shoshi hinter Kon geteilter Zweiter gewesen. Die weiteren Preise in der Sonderwertung gehen an Sour Samphy (Kambodscha), Jouni Rämö (Finnland), Angus Mac Gregor (Australien), Chandra Bose (Malaysia). Wer den achten Preis gewonnen hat, ist mir nicht klar, denn Tanaka Atsushi (Japan) und Iwan Setiawan (Indonesien) liegen punkt- und wertungsgleich auf dem geteilten achten Platz. Wie dabei die nächste Feinwertung aussieht, ist mir jetzt nicht bekannt, man muss im übrigen ohnehin abwarten, ob die Organisatoren die Buchholzwertung genauso berechnen wie WinSwiss.

In der Auflistung werdet ihr sicherlich ein paar Namen vermissen. Karsten, Bastian und ich haben auch jeweils 3½ Punkte, die Buchholzwertung spricht aber leider gegen uns, so dass tatsächlich nur einer von acht Nichtasiatenpreisen nach Deutschland geht. Ebenfalls hinter den Erwartungen blieben Hanming und vor allem Zhang zurück, die die beiden letzten Plätze unter den chinesischen und vietnamesichen Spielern belegten. Verhältnismäßig am erfolgreichsten neben Michael hat Cai Fang abgeschnitten, die bei den Frauen auf einen guten zehnten Platz kam.

So, das muss für heute reichen, erste Analysen dürft ihr in den Kommentaren loswerden.

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WM-Zwischenbericht (V)

Verfasst am Samstag, 20. Oktober 2007 von Andreas Klein

Die achte Runde war mal erfreulich früh zu Ende, so dass ich vor dem Schlafengehen noch schnell die Ergebnisse hochladen kann. Obwohl wir wieder eine sehr harte Auslosung hatten, kamen doch ein paar Pünktchen zusammen. Der Miniländerkampf Macao gegen Deutschland ging mit ½:1½ verloren, was aber in Anbetracht der Ingozahlen unserer Gegner recht respektabel ist. Hanming hatte wohl gegen Leong Sioman keine rechte Chance, aber Michael besaß gegen Zou Jing Hua sogar zwei Soldaten mehr, nahm dann aber mit 20 Minuten weniger auf der Uhr lieber den Spatz in der Hand. Zhang stand gegen den Ingo-70er Henry Tan aus Singapur schwierig, als dieser eine Qualle einstellte, wonach die Partie aber trotzdem sofort Remis war, denn Zhang hatte keine Soldaten mehr. Ebenso wie Hanming zogen Reinhard und Karsten gegen übermächtige Gegner den Kürzeren, Shoshi Kazuharu (Japan) und Ung Dau (Kanada) stehen mit satten 98 bzw. 93 zu Buche. Dank an Siegfried für das Einstellen der vorläufigen Ingoauswertung, so konnte ich gegen Iwan Setiawan aus Indonesien völlig unbeschwert aufspielen, denn unglaublicherweise wurde mir mit 2 aus 7 ein Spieler mit Ingo 43 zugelost! Genauso unbeschwert stellte er kurz nach der Eröffnung einen Wagen gegen zwei Figuren ein, und ebenso unbeschwert gab ich das Material mit nur noch 2 gegen 30 Minuten auf der Uhr zurück, um wenigstens das Remis zu sichern. Das vermeintlich leichteste Los erwischte Bastian, der aber gegen Angus Mac Gregor aus Australien bei knapper Zeit ein Matt übersah.

Die Auslosung für die letzte Runde ist noch nicht da, wir müssen uns also überraschen lassen. In der Nichtchinesen- und Nichtvietnamesenwertung liegt, wenn ich niemanden übersehen habe, Kon Island mit 4½ Punkten vorne. Mit vier Punkten folgen dann Shoshi Kazuharu, Michael Nägler, Sour Samphy und Jouni Rämö. Mit einem Sieg morgen dürfte nach der Schätzung von Claus auch Reinhard sicher in die acht Preisränge kommen. Karsten, Bastian und ich müssten auf jeden Fall gewinnen, um auf 3½ Punkte zu kommen und dann auf die Wertung zu hoffen. Schaun mer mal…

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WM-Partien (III)

Verfasst am Samstag, 20. Oktober 2007 von Andreas Klein

Nach den vier Niederlagen gegen Spieler zwischen Ingo 70 und 90 gestern endlich die erste realistische Chance gegen Paul Byway. Leider kann man aber keine Partien gewinnen, wenn man nicht mal in der Lage ist, wenigstens einen Halbzug vorauszuberechnen. Im 18. Zug muss ich sofort auf c7 tauschen, aber ich “dachte”, dass ich erst mit Kf8 den Wagen vertreiben und dann noch tauschen kann. Leider ist mir dabei der eigentlich einfache Zwischenzug Kxi7 mit Mattdrohung entgangen. Nach 18.- Pxc7 19. Kxc7 Kf8 kann er nicht 20. Kxi7 spielen, denn nach 20.- Ei8 21. Wg5 Wd2 stehe ich wohl auf Gewinn. Auch danach müsste ich nach Zhangs Einschätzung noch besser stehen, wenn ich statt 20.- Kxc2 gleich 20.- Ee8 spiele. Nach dem Kanonentausch treibe ich nur sein Pferd auf bessere Felder ohne dass ich irgendwelche Drohungen gegen c1 erhalte. Und der einzügige Einsteller 26.- Pxa4?? spottet natürlich jeder Beschreibung. Ich nehme an, dass ich extrem stolz darauf war, die Fortsetzung 27. Pd6 Ka8 gesehen zu haben, weitere rote Züge müssen dann natürlich nicht mehr geprüft werden.

Die heutige Partie gegen Irimia Hapkhina war genau das, was man von einer Partie am letzten Brett erwartet. Erst nach 14.- Wxc5 sah ich die Möglichkeit, dass er nach dem geplanten 15. Pxe8 Pd6 spielen kann. Die erste Einschätzung eines anderen Asiaten war, dass das klar verloren für Rot wäre, aber Zhang war sich später nicht so sicher. Auch später hätte er mir mehr Probleme bereiten können, man müsste sich z.B. mal 24.- Pb2 ansehen.

Paul Byway (Großbritannien) - Andreas Klein
1. Khd3 Khe8 2. Pg3 Pg8 3. Lfe2 Wh10 4. Ege3 Kbc8 5. Sc5 Pa8 6. Pa3 Wb10 7. Kbc3 Sa6 8. Wb1 Wxb1 9. Pxb1 Wh6 10. Wf1 Lde9 11. Pa3 Wd6 12. Wf5 Wd4 13. Kc4 Sg6 14. Sg5 Wd6 15. Kc2 Ei8 16. Kdc3 Pf6 17. Sxg6 Exg6 18. Kxc7 Kf8 19. Kxi7 Ei8 20. Wg5 Kxc2 21. Pxc2 Kc8 22. Pb4 Ee8 23. Pd3 Pb6 24. Ki6 Pxe4 25. Pxe4 Wxi6 26. Wg4 Pxa4 27. Pg5 Wg6 28. Wxa4 Eig10 29. We4 Sa5 30. Wxe7 Sb5 31. We6 Wg7 32. Sc6 Sc5 33. We5 Sc4 34. Pc5 Exc6 35. Pce6 We7 36. Wd5 Ke8 37. Wd6 Ea8 38. Pf4 Wg7 39. Ph5 Wc7 40. Pe6 We7 41. Peg7 Kg8 42. Si5 Ec10 43. Si6 Ece8 44. Si7 Kf8 45. Sh7 We5 46. Pf6 Wi5 47. Pd7 Wc5 48. Pe6 Wc7 49. Wd5 Wc6 50. Pdxf8+ Lxf8 51. Pd8+ 1-0

Andreas Klein - Irimia Hapkhina (Kanada)
1. Khe3 Pc8 2. Pg3 Sg6 3. Wh1 Kf8 4. Wh9 Lde9 5. Kb5 Kb9 6. Ki5 Kxh9 7. Kxi10 Ece8 8. Wa2 Kh6 9. Wh2 Pg8 10. Sc5 Wd10 11. Pc3 Wd3 12. Pb5 Fd10 13. Lfe2 Wd5 14. Pxc7 Wxc5 15. Pxe8 Pb6 16. Kxe7 Kf6 17. Kg7 Kc6 18. Ege3 Pe7 19. Sg5 Wd5 20. Sxg6 Pxg6 21. Wf2 Fd9 22. Pg9 Pc4 23. Kxg10 Wd2 24. Ec5 Wd5 25. Ki9 Pe7 26. Wxf10 Khe6 27. Ff1 Pb2 28. E1e3 Wd6 29. Wf7 Ki6 30. Kh9 Wh6 31. Ph7+ 1-0

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WM-Zwischenbericht (IV)

Verfasst am Samstag, 20. Oktober 2007 von Andreas Klein

Die deutsche WM-Mannschaft 2007

So, jetzt ein Doppelbericht zur sechsten und siebten Runde. Weil das etwas länger dauert, streue ich zur Auflockerung noch ein Mannschaftsfoto der deutschen Delegation ein, das nach dem 14-Gänge-Begrüßungsessen am Abend vor der ersten Runde aufgenommen wurde. Von links: Karsten Hoffarth, Michael Nägler, Bastian Gollmar, Wu Cai Fang, Reinhard Knab, Weng Hanming, Zhang Zhang, Andreas Klein.

In der sechsten Runde am gestrigen Abend blieben wir mit 3,5 Punkten knapp unter 50 Prozent. Die im letzten Bericht erwähnten Lingener Überlegungen führten zwar einerseits dazu, dass Karsten und Michael sich tatsächlich länger als für ein paar Alibizüge ans Brett setzten. Allerdings endete die Partie dann doch nach 22 Zügen remis, womit Michael sehr zufrieden war, denn Karsten hatte zuvor mit einem taktischen Einschlag drei Figuren für einen Wagen erobert. Weil aber Karstens linksseitige Figuren in einer schwer auflösbaren Fesselung standen, und Michael zudem auf der anderen Seite Druckspiel aufbauen konnte, trennte man sich dann doch halbwegs friedlich.

Viets Hoffnung, dass Reinhard die deutschen Fahnen hochhalten würde, erfüllte sich leider nicht, denn dieses Brett war sehr früh verwaist und Reinhard nicht mehr zu sehen, die Niederlage gegen Chen Wing Lei aus Malaysia dürfte recht deutlich ausgefallen sein. Hanming konnte sich hingegen aus schlechter Stellung gegen Gu Yi Qing aus Kanada in ein Remis retten. Einen sicheren Punkt erzielte Zhang gegen Iwan Setiawan aus Indonesien und übernahm so wieder die Führung in der innerdeutschen Wertung. Auch Bastian gewann recht früh eine Figur gegen Chein Kvi aus Myanmar und verwertete diese sauber zum vollen Punkt. Zu meiner Partie gegen Paul Byway aus Großbritannien werde ich nachher, wenn noch Zeit ist, zusammen mit der Partiennotation was sagen. Oder ich verschweige dieses Trauerspiel einfach.

Im Frauenturnier hatte Cai Fang gegen Khoo Chin Chin aus Malaysia schon früh recht viel Material weniger, was dann natürlich zur Niederlage führte. Zum Dank hat sie am Sonntag in der letzten Runde dann noch das Freilos, am heutigen Samstag haben die Frauen spielfrei, weil sie nur sieben Runden spielen. Mit ihren zwei aus sechs wird sie wohl im Endeffekt nicht zufrieden sein, speziell in Anbetracht der ausgelassenen Chance in der vierten Runde. Allerdings entnehme ich Siegfrieds Ingoauswertung, dass der Sieg gegen Gooi Wen Nee immerhin eine Ingo-104-Spielerin getroffen hat!

Die siebte Runde heute früh bescherte uns wieder über 50 Prozent, weil nur die Männer gespielt haben, reichten uns dafür vier Punkte. In einer weiteren innerdeutschen Begegnung gewann Hanming gegen Karsten. Zhang hatte gegen Xu Hao Hue aus Macao ein in meinen Augen ausgeglichenes Endspiel auf dem Brett, das er leider beim Versuch, auf Gewinn zu spielen, durch einige ungenaue Züge noch verlor. Erfreulicher entwickelte sich Michaels Partie, der gegen Gu Yi Qing aus Kanada zunächst ein schwieriges Doppelpferdeendspiel mit zwei gegen drei Freisoldaten bei beiderseitig kompletter Verteidigung auf dem Brett hatte. Dann verlief sich aber ein Pferd des Gegner, das sich gerade noch gegen beide Elefanten opfern konnte. Auch gegen das verbleibende Pferd und die beiden Soldaten im Palast musste sich Michael noch genau verteidigen, was ihm aber schlussendlich gelang, so dass er jetzt mit 3,5 Punkte sehr gute Karten in der Nichtasiatenwertung hat.

Reinhard durfte als bereits vierter Deutscher gegen Jouni Rämö aus Finnland antreten. Zunächst entwickelte sich die Partie sehr vielversprechend, bereits nach zehn Zügen hatte Reinhard mit Schwarz einen Soldaten über dem Fluss, was ihm kurz danach eine Mehrfigur einbrachte. Jouni konnte aber seine Figuren sehr aktiv ins Spiel bringen, und gerade als Reinhard die Stellung konsolidiert hatte, stellte er einen Elefanten ein. Vermutlich noch unter Einfluss dieses Verlustes willigte er kurz darauf in eine Stellungswiederholung ein, auch wenn eigentlich Jouni hätte abweichen müssen. Ebenfalls nur Remis trotz zwischenzeitlicher Mehrfigur spielte Bastian im zweiten finnisch-deutschen Duell gegen Arto Vaara. In klarer Gewinnstellung übersah Bastian einen Wageneinbruch, der ihn seine Mehrfigur kostete. Am letzten Brett durfte ich endlich meinen ersten richtig erspielten WM-Sieg einfahren. Die Partie gegen Irimia Hapkhina aus Kanada dürfte sich aber eher auf Kreisklassenniveau bewegt haben, ich bewundere dabei wirklich die Freundlichkeit der zuschauenden Asiaten, speziell der permanent neben dem Brett sitzenden Schiedsrichter, die vermutlich innerlich vor Lachen am Boden liegen ;-)

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