Xiangqi in Braunschweig

Chinesisches Schach zwischen Harz und Heide

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Rot gewinnt (VIII)

Verfasst am Mittwoch, 25. Oktober 2006 von Andreas Klein
20061025_chk.jpg
Rot am Zug gewinnt

Bei der heutigen Stellung handelt es sich um eine Aufgabe für Anfänger. Jedenfalls ist das die Meinung von Alex Liu, dem Verfasser des 2005 im Foreign Languages Press, Beijing, erschienen Bandes “How To: Chinese Chess for Beginners”. Auf Seite 27 ist diese Aufgabe als “Exercise #5″ zu sehen. Vorher werden im ersten Kapitel auf 14 Seiten die Regeln erklärt und eine kurze Beispielpartie gezeigt, die nach neun Zügen mit dem Doppelkanonenmatt endet. Im zweiten Kapitel wird zunächst der relative Wert der Figuren verglichen, danach folgen einige Hinweise darüber, wie man die verschiedenen Figuren am besten einsetzt. Teil 3 des zweiten Kapitels zeigt dann zehn wichtige Mattbilder, natürlich unter Verwendung der blumigen chinesischen Bezeichnungen wie z.B. “Zwei Geister klopfen an die Tür”. Den Abschluß des Kapitels bilden dann 20 Mattaufgaben, von denen ihr hier heute eine lösen dürft.

Ich hatte dieses Buch kürzlich zufällig bei Amazon entdeckt und auf Verdacht und ohne große Erwartungen bestellt, denn es gab weder eine Abbildung noch eine nähere Beschreibung. Was ich nach dem Auspacken in den Händen hielt, das hat mich dann aber doch positiv überrascht. Das Buch ist hübsch aufgemacht, das Englisch macht einen guten Eindruck, der Autor verwendet eine westliche algebraische Notation (in einem chinesischen Buch!), und als besonderes Schmankerl war dem Buch noch ein “Geschenk” beigelegt (”A gift to go with the book”): ein Magnetschachbrett mit den Abmessungen von ca. 20,5×21 cm! Eine nette Überraschung, da dies in der Beschreibung bei Amazon nicht erwähnt war.

Eine durchaus empfehlenswertes Anschaffung also, allerdings halten mich ein paar Details davon ab, den Titel “Bestes englischsprachiges Xiangqibuch aller Zeiten” neu zu vergeben. Der Autor ist den Schritt hin zur westlichen Notation leider nicht konsequent zu Ende gegangen. Er nummeriert die Reihen von 0 bis 9, was zwar mit einem Zeichen pro Reihe auskommt, aber doch wohl eher von Computern verstanden wird und für Menschen (bzw. westliche Schachspieler) nicht besonders intuitiv zu erfassen ist. Darüberhinaus verzichtet er vollständig auf die Nummerierung der Züge, auf den Bindestrich zwischen dem Ausgangs- und dem Zielfeld und auf das Kenntlichmachen von Schlagfällen und Schachgeboten. Der beliebteste erste Zug lautet bei Liu also Ch2e2 anstatt 1. Ch3-e3 (oder wenigstens 1. Che3 wie bei Robert Lin). Unnötig sind aus meiner Sicht auch die Seiten 87 bis 111, auf denen 49 unkommentierte Partien aus der Ming-Dynastie abdruckt werden. In einem Anfängerbuch hätte man so viele Seiten besser mit allgemeinen Kommentaren zum Eröffnungsstadium gefüllt. Dieser Partieabschnitt wird im dritten Kapitel auf nur acht Seiten für meinen Geschmack doch ein wenig zu knapp behandelt.

Hier noch das alternative Diagramm mit westlichen Symbolen:

20061025_wek.jpg

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3 Kommentare

  1. Claus

    Na, wenn keiner will, dann mache ich mal einen Vorschlag:

    1. Pc9+ Wd9
    2. Wa10+ Ld10
    3. Wxd10+ Fe9 (bis hierhin alle schwarzen Zuege erzwungen)
    4. Wxd9+ Fe10 (oder 4. … Fxd9 5.Pf7 matt)
    5. Wf9+ Fd10
    6. Wxf10+ Fd9
    7. Pf7 matt

  2. Andreas Klein

    Das gibt diesmal 110 Punkte, denn das Buch begnügt sich mit deiner eingeklammerten Lösung, in der sich Schwarz nach 4.- Fxd9 sofort mattsetzen lässt, der Zug 4.- Fe10 wird nicht erwähnt.

  3. petercck

    solution: refer to the gif
    http://i88.photobucket.com/albums/k200/petercck/game01/game020.gif

 

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