Xiangqi in Braunschweig

Chinesisches Schach zwischen Harz und Heide

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Hannover nach drei Runden

Verfasst am Samstag, 17. November 2007 von Andreas Klein

Erfreuliche 19 Teilnehmer sind heute zum Saisonauftakt in die Pagode gekommen. Duong Lai Hop und Michel, äh Michael, Nägler sind noch verlustpunktfrei, auf Platz drei folgt Gang Zhou, der ein Remis gegen Reinhard “The Wall” Knab abgegeben hat. In der Jugendwertung liegt Lucas Gitter mit zwei Punkten in Führung. Die Mannschaftswertung wird mit 6½ Punkten vom amtierenden Deutschen Meister Lingen angeführt, gefolgt von Braunschweig mit 5½ und Jena mit 4½ Zählern.

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Bundesliga und Monatsblitz

Verfasst am Dienstag, 30. Oktober 2007 von Andreas Klein

Zurück in den Niederungen des heimischen Xiangqi-Geschehens stehen gleich die nächsten wichtigen Turniere an:

Bereits am 17. und 18. November findet in Hannover das erste Bundesligaturnier der Saison 2007/2008 statt. Dies ist das einzige Wochenende im verbleibenden Jahr (mal von Weihnachten und Silvester abgesehen), das in Berlin und Niedersachsen und Sachsen-Anhalt westschachfrei ist. Da die Ansprechpartner in der Pagode erst jetzt ihr OK gegeben haben, konnte der Termin leider nur so kurzfristig bekanntgegeben werden. Die Modalitäten sind wie folgt:

Spielort: Pagode Viên Giác, Karlsruher Strasse 6, 30519 Hannover
Termine: Samstag, 17.11.2007, 12 Uhr Meldeschluss; Sonntag, 18.11.2007, 9 Uhr Spielbeginn
Modus: Sechs Runden Schweizer System, am Samstag und Sonntag jeweils drei Partien
Bedenkzeit: 50 Minuten für die ganze Partie, zusätzlich 10 Sekunden Zuschlag pro Zug
Kontakt: Karsten Hoffarth


Noch eine Ebene tiefer und noch früher findet übermorgen unser nächstes Monatsblitzturnier statt:

am 31. Oktober ab 19 Uhr: Xiangqi-Monatsblitz in der Gaststätte “Rote Wiese” in 38124 Braunschweig

Die Ergebnisse aus dem September und den Zwischenstand in der Jahreswertung findet ihr als Kommentar hier.

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WM-Zwischenbericht (VII)

Verfasst am Montag, 22. Oktober 2007 von Andreas Klein

Shoshi Kazuharu und Xu Yin ChuanHeute nur ein paar kurze Nachbemerkungen. Die weiteren Feinwertungen im Falle von Punkt- und Wertungsgleichheit lauten: direkter Vergleich, Anzahl der Siege, Anzahl der Siege mit Schwarz, Anzahl der Partien mit Schwarz. Ich habe die Abschlußtabelle noch mal neu hochgeladen, viel dürfte sich aber bei den Platzierungen nicht getan haben. Offiziell ist hiermit allerdings, dass der Japaner Tanaka den achten NCNV-Preis bekommt, weil er drei Partien gewonnen hat und Setiawan nur zwei. Ich habe außerdem die komplette Mannschaftswertung hochgeladen, auch wenn das eine weitere unerfreuliche Statistik für die deutsche Mannschaft ist. Na ja, was soll’s, in zwei Jahren wird alles besser. Man munkelt, dass die nächste WM 2009 in Vancouver stattfinden wird, ab heute beginnt die Vorbereitung. Wenn ich schon in die Zukunft schaue, dann kann ich hier auch gleich die offizielle Aussage von Jouni Rämö weitergeben, dass die EM im nächsten Jahr nicht wie geplant in Finnland stattfinden wird, weil dem dortigen Xiangqi-Verband ganz einfach die Ressourcen fehlen.

Gestern Abend fand noch eine nette Simultanveranstaltung statt, bei der Lü Qin (fünffacher Weltmeister), Zhao Guo Rong (Weltmeister 1991), Xu Yin Chuan (Weltmeister 2007), Wu Xia (Weltmeisterin 2007), Hong Zhi (Vize-Weltmeister 2007), Nguyen Thanh Bao (WM-Dritter 2007), Nguyen Vu Quan (WM-Vierter 2007), Chong Heung Ming (WM-Fünfter 2007) und Ngo Lan Huong (Vize-Weltmeisterin 2007) jeweils gegen ca. 10 bis 12 Gegner antraten. Vier Spieler unserer Mannschaft nahmen den Kampf auf und wir gingen überraschenderweise nicht leer aus. Zwar verlor Cai Fang gegen Hong Zhi, Zhang gegen Nguyen Thanh Bao und ich gegen Zhao Guo Rong, aber Hanming, der ebenfalls gegen Zhao spielen durfte, konnte glorreich remis halten, was besonders erfreulich ist, weil der GM die Angelegenheit recht ernst zu nehmen schien und teilweise sehr lange an den einzelnen Brettern verweilte. Bei Xu war die Stimmung viel gelöster, er war auch gelegentlich mal zu einem Scherz aufgelegt, bei dem dann die versammelte Menschentraube in Lachen ausbrach. Auch nach dem Ende der Simultanvorstellung ließ er es gut gelaunt über sich ergehen, dass sich alle Welt mit ihm fotografieren lassen wollte. Dabei ist auch das Foto entstanden, das den Weltmeister zusammen mit Shoshi Kazuharu, dem Sieger in der NCNV-Wertung, zeigt.

So, das dürfte mein letzter Beitrag aus Macao gewesen sein. Michael ist gestern schon zurückgeflogen, Reinhard und Manuela müssen morgen früh um 3 Uhr an der Fähre, die anderen folgen dann über den Tag verteilt, mein Flieger geht um 23 Uhr. Vorher schlagen wir uns aber noch mal die Wampe voll, ab ca. 18 Uhr beginnt das Abschlußbankett, bei dem auch die Siegerehrungen vorgenommen werden.

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WM-Zwischenbericht (VI)

Verfasst am Sonntag, 21. Oktober 2007 von Andreas Klein

Nguyen Vu Quan gegen Xu Yin ChuanAus, aus, das Spiel ist aus. Unangefochtener neuer Weltmeister ist Xu Yin Chuan aus China (rechts im Bild gegen Nguyen Vu Quan), der es auf stattliche 8½ Punkte gebracht hat. Sein einziges Remis gab er gegen seinen Landsmann Hong Zhi ab, der mit sieben Punkten Vize-Weltmeister wurde. Die Bronzemedaille sicherte sich heute Nguyen Thanh Bao aus Vietnam mit einem Remis gegen Hong. Die Mannschaftswertung ging damit natürlich auch nach China (Plätze 1 und 2), gefolgt von Vietnam (Plätze 3 und 4) und Hongkong (Plätze 6 und 8). Auch bei den Frauen bleibt der Titel in China. Wu Xia gab ebenfalls nur ein Remis gegen die Vizeweltmeisterin Ngo Lan Huong aus Vietnam ab, die mit einem weiteren Remis ihre Titelchancen begraben musste. Bronze ging mit fünf Punkten nach Taiwan an Gao Yi Ping.

Die deutsche Bilanz beträgt heute immerhin noch mal 3½ aus 7. Hanming dürfte mit seinem Remis gegen Hung Tu Ho aus Australien ganz zufrieden sein, was ihn auf vier Punkte bringt. Bei Zhang läuft es überhaupt nicht, heute gab es noch eine Niederlage gegen Ung Dau aus Kanada, womit er bei lediglich 3½ Punkten einkommt. Reinhard konnte sich leider nicht mehr in die Preisränge spielen, die Niederlage gegen Mikko Tornqvist aus Finnland kommt eher überraschend, aber wenn erstmal eine Figur weg ist, dann lässt sich selbst im Xiangqi häufig nichts mehr machen. Anders bei mir, denn in einer fröhlichen Figureneinstellerorgie (jede Seite durfte zwei Püppchen wegdaddeln) ließ Sone Toshihiko aus Japan im 38. Zug einfach seine 40 Sekunden ablaufen, obwohl er im Grunde nur einen spielbaren Zug hatte. Karsten gewann klar gegen Alain Dekker aus Großbritannien, und auch Bastian durfte noch mal einen ganzen Punkt einsammeln. Gegen Olavi Stenman aus Finnland musste er zwar ein paar einzige Züge finden, was ihm aber gelang, und nachdem ich zwanzig Minuten mal nicht auf sein Brett geschaut hatte, waren seinem Gegner plötzlich zwei Figuren abhanden gekommen.

Shoshi Kazuharu gegen Michael NäglerFehlt noch Michael, den ihr rechts im Bild seht. Er hatte heute wieder mal die Ehre, an einem der übertragenen Brettern spielen zu dürfen. Der Grund dürfte gewesen sein, dass seine Partie gegen Shoshi Kazuharu aus Japan eine Art Endspiel in der Nichtasiatenwertung darstellte, vor allem, nachdem Kon Island (Hongkong) seine Partie verloren hatte. Der Sieger aus Michaels Partie würde somit alleine die Sonderwertung und die damit verbundenen 15000 Patacas gewinnen. Als ich zum ersten Mal dazu kam, über die Absperrung zu schauen, stand Michael aber schon mit dem Rücken zur Wand. Bei beiderseitig je einem Pferd und einer Kanone hatte Shoshi bereits zwei Soldaten über dem Fluss, und Michael fehlten beide Elefanten. Eine gewisse Chance auf ein Remis aufgrund der 50-Züge-Regel war aber noch gegeben. Nachdem nach meiner Schätzung bereits etwa 30 Züge ohne Schlagfall geschehen waren, sah sich Michael jedoch genötigt, seine Kanone gegen Shoshis Pferd zu tauschen. Danach begann die Zählung von neuem, und Shoshi hatte wohl keine besondere Mühe mehr, die Partie nach Hause zu schaukeln. Nach gut 4½ Stunden und 127 Zügen war die Partie entschieden, wie vor zwei Jahren hatte Michael die letzte Partie der WM, diesmal aber leider mit einem unerfreulichen Ausgang.

Somit heisst der Sieger in der Nichtasiatenwertung Shoshi Kazuharu, Zweiter wurde Kon Island. Michael landete auf einem guten dritten Platz, hätte er Remis gehalten, dann wäre er mit gleicher Wertung wie Shoshi hinter Kon geteilter Zweiter gewesen. Die weiteren Preise in der Sonderwertung gehen an Sour Samphy (Kambodscha), Jouni Rämö (Finnland), Angus Mac Gregor (Australien), Chandra Bose (Malaysia). Wer den achten Preis gewonnen hat, ist mir nicht klar, denn Tanaka Atsushi (Japan) und Iwan Setiawan (Indonesien) liegen punkt- und wertungsgleich auf dem geteilten achten Platz. Wie dabei die nächste Feinwertung aussieht, ist mir jetzt nicht bekannt, man muss im übrigen ohnehin abwarten, ob die Organisatoren die Buchholzwertung genauso berechnen wie WinSwiss.

In der Auflistung werdet ihr sicherlich ein paar Namen vermissen. Karsten, Bastian und ich haben auch jeweils 3½ Punkte, die Buchholzwertung spricht aber leider gegen uns, so dass tatsächlich nur einer von acht Nichtasiatenpreisen nach Deutschland geht. Ebenfalls hinter den Erwartungen blieben Hanming und vor allem Zhang zurück, die die beiden letzten Plätze unter den chinesischen und vietnamesichen Spielern belegten. Verhältnismäßig am erfolgreichsten neben Michael hat Cai Fang abgeschnitten, die bei den Frauen auf einen guten zehnten Platz kam.

So, das muss für heute reichen, erste Analysen dürft ihr in den Kommentaren loswerden.

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WM-Zwischenbericht (V)

Verfasst am Samstag, 20. Oktober 2007 von Andreas Klein

Die achte Runde war mal erfreulich früh zu Ende, so dass ich vor dem Schlafengehen noch schnell die Ergebnisse hochladen kann. Obwohl wir wieder eine sehr harte Auslosung hatten, kamen doch ein paar Pünktchen zusammen. Der Miniländerkampf Macao gegen Deutschland ging mit ½:1½ verloren, was aber in Anbetracht der Ingozahlen unserer Gegner recht respektabel ist. Hanming hatte wohl gegen Leong Sioman keine rechte Chance, aber Michael besaß gegen Zou Jing Hua sogar zwei Soldaten mehr, nahm dann aber mit 20 Minuten weniger auf der Uhr lieber den Spatz in der Hand. Zhang stand gegen den Ingo-70er Henry Tan aus Singapur schwierig, als dieser eine Qualle einstellte, wonach die Partie aber trotzdem sofort Remis war, denn Zhang hatte keine Soldaten mehr. Ebenso wie Hanming zogen Reinhard und Karsten gegen übermächtige Gegner den Kürzeren, Shoshi Kazuharu (Japan) und Ung Dau (Kanada) stehen mit satten 98 bzw. 93 zu Buche. Dank an Siegfried für das Einstellen der vorläufigen Ingoauswertung, so konnte ich gegen Iwan Setiawan aus Indonesien völlig unbeschwert aufspielen, denn unglaublicherweise wurde mir mit 2 aus 7 ein Spieler mit Ingo 43 zugelost! Genauso unbeschwert stellte er kurz nach der Eröffnung einen Wagen gegen zwei Figuren ein, und ebenso unbeschwert gab ich das Material mit nur noch 2 gegen 30 Minuten auf der Uhr zurück, um wenigstens das Remis zu sichern. Das vermeintlich leichteste Los erwischte Bastian, der aber gegen Angus Mac Gregor aus Australien bei knapper Zeit ein Matt übersah.

Die Auslosung für die letzte Runde ist noch nicht da, wir müssen uns also überraschen lassen. In der Nichtchinesen- und Nichtvietnamesenwertung liegt, wenn ich niemanden übersehen habe, Kon Island mit 4½ Punkten vorne. Mit vier Punkten folgen dann Shoshi Kazuharu, Michael Nägler, Sour Samphy und Jouni Rämö. Mit einem Sieg morgen dürfte nach der Schätzung von Claus auch Reinhard sicher in die acht Preisränge kommen. Karsten, Bastian und ich müssten auf jeden Fall gewinnen, um auf 3½ Punkte zu kommen und dann auf die Wertung zu hoffen. Schaun mer mal…

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WM-Zwischenbericht (IV)

Verfasst am Samstag, 20. Oktober 2007 von Andreas Klein

Die deutsche WM-Mannschaft 2007

So, jetzt ein Doppelbericht zur sechsten und siebten Runde. Weil das etwas länger dauert, streue ich zur Auflockerung noch ein Mannschaftsfoto der deutschen Delegation ein, das nach dem 14-Gänge-Begrüßungsessen am Abend vor der ersten Runde aufgenommen wurde. Von links: Karsten Hoffarth, Michael Nägler, Bastian Gollmar, Wu Cai Fang, Reinhard Knab, Weng Hanming, Zhang Zhang, Andreas Klein.

In der sechsten Runde am gestrigen Abend blieben wir mit 3,5 Punkten knapp unter 50 Prozent. Die im letzten Bericht erwähnten Lingener Überlegungen führten zwar einerseits dazu, dass Karsten und Michael sich tatsächlich länger als für ein paar Alibizüge ans Brett setzten. Allerdings endete die Partie dann doch nach 22 Zügen remis, womit Michael sehr zufrieden war, denn Karsten hatte zuvor mit einem taktischen Einschlag drei Figuren für einen Wagen erobert. Weil aber Karstens linksseitige Figuren in einer schwer auflösbaren Fesselung standen, und Michael zudem auf der anderen Seite Druckspiel aufbauen konnte, trennte man sich dann doch halbwegs friedlich.

Viets Hoffnung, dass Reinhard die deutschen Fahnen hochhalten würde, erfüllte sich leider nicht, denn dieses Brett war sehr früh verwaist und Reinhard nicht mehr zu sehen, die Niederlage gegen Chen Wing Lei aus Malaysia dürfte recht deutlich ausgefallen sein. Hanming konnte sich hingegen aus schlechter Stellung gegen Gu Yi Qing aus Kanada in ein Remis retten. Einen sicheren Punkt erzielte Zhang gegen Iwan Setiawan aus Indonesien und übernahm so wieder die Führung in der innerdeutschen Wertung. Auch Bastian gewann recht früh eine Figur gegen Chein Kvi aus Myanmar und verwertete diese sauber zum vollen Punkt. Zu meiner Partie gegen Paul Byway aus Großbritannien werde ich nachher, wenn noch Zeit ist, zusammen mit der Partiennotation was sagen. Oder ich verschweige dieses Trauerspiel einfach.

Im Frauenturnier hatte Cai Fang gegen Khoo Chin Chin aus Malaysia schon früh recht viel Material weniger, was dann natürlich zur Niederlage führte. Zum Dank hat sie am Sonntag in der letzten Runde dann noch das Freilos, am heutigen Samstag haben die Frauen spielfrei, weil sie nur sieben Runden spielen. Mit ihren zwei aus sechs wird sie wohl im Endeffekt nicht zufrieden sein, speziell in Anbetracht der ausgelassenen Chance in der vierten Runde. Allerdings entnehme ich Siegfrieds Ingoauswertung, dass der Sieg gegen Gooi Wen Nee immerhin eine Ingo-104-Spielerin getroffen hat!

Die siebte Runde heute früh bescherte uns wieder über 50 Prozent, weil nur die Männer gespielt haben, reichten uns dafür vier Punkte. In einer weiteren innerdeutschen Begegnung gewann Hanming gegen Karsten. Zhang hatte gegen Xu Hao Hue aus Macao ein in meinen Augen ausgeglichenes Endspiel auf dem Brett, das er leider beim Versuch, auf Gewinn zu spielen, durch einige ungenaue Züge noch verlor. Erfreulicher entwickelte sich Michaels Partie, der gegen Gu Yi Qing aus Kanada zunächst ein schwieriges Doppelpferdeendspiel mit zwei gegen drei Freisoldaten bei beiderseitig kompletter Verteidigung auf dem Brett hatte. Dann verlief sich aber ein Pferd des Gegner, das sich gerade noch gegen beide Elefanten opfern konnte. Auch gegen das verbleibende Pferd und die beiden Soldaten im Palast musste sich Michael noch genau verteidigen, was ihm aber schlussendlich gelang, so dass er jetzt mit 3,5 Punkte sehr gute Karten in der Nichtasiatenwertung hat.

Reinhard durfte als bereits vierter Deutscher gegen Jouni Rämö aus Finnland antreten. Zunächst entwickelte sich die Partie sehr vielversprechend, bereits nach zehn Zügen hatte Reinhard mit Schwarz einen Soldaten über dem Fluss, was ihm kurz danach eine Mehrfigur einbrachte. Jouni konnte aber seine Figuren sehr aktiv ins Spiel bringen, und gerade als Reinhard die Stellung konsolidiert hatte, stellte er einen Elefanten ein. Vermutlich noch unter Einfluss dieses Verlustes willigte er kurz darauf in eine Stellungswiederholung ein, auch wenn eigentlich Jouni hätte abweichen müssen. Ebenfalls nur Remis trotz zwischenzeitlicher Mehrfigur spielte Bastian im zweiten finnisch-deutschen Duell gegen Arto Vaara. In klarer Gewinnstellung übersah Bastian einen Wageneinbruch, der ihn seine Mehrfigur kostete. Am letzten Brett durfte ich endlich meinen ersten richtig erspielten WM-Sieg einfahren. Die Partie gegen Irimia Hapkhina aus Kanada dürfte sich aber eher auf Kreisklassenniveau bewegt haben, ich bewundere dabei wirklich die Freundlichkeit der zuschauenden Asiaten, speziell der permanent neben dem Brett sitzenden Schiedsrichter, die vermutlich innerlich vor Lachen am Boden liegen ;-)

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WM-Zwischenbericht (III)

Verfasst am Freitag, 19. Oktober 2007 von Andreas Klein

Claus hat es zwar schon als Kommentar verkündet, aber hier noch mal von hier ein paar Worte. Wir hoffen mal, dass es jetzt endlich richtig losgeht, denn heute früh hatte wir mit fünf Punkten unsere bislang erfolgreichste Runde. Bei den Frauen gewann Cai Fang ihre zweite Partie, diesmal gegen Jennifer Li aus Kanada. Im Männerturnier können wir drei Siege vermelden. Das von mir bereits verfrüht als verloren abgehakte deutsch-japanische Duell ging dann doch noch zu unseren Gunsten aus, denn Reinhard konnte seinen Mehrsoldaten gegen Yanweijun gewinnbringend einsetzen, nachdem sein Gegner einer Zugwiederholung ausgewichen war, und auch Hanming war gegen Sone Toshihiko siegreich. Darüberhinaus gewann Karsten gegen Arto Vaara aus Finnland. Die beiden Unentschieden von Michael gegen Sour Samphy (Kambodscha) und Bastian gegen Alain Dekker (Großbritannien) sind wohl jeweils weniger als vor der Partie erhofft wurde. Ungewöhnlich schleppend kommt auch Zhang in Schwung, der heute erneut eine Niederlage einstecken musste, wobei er allerdings nicht gerade vom Losglück verfolgt wird, denn Huang Chunlong (Großbritannien) nennt immerhin Ingo 81 sein eigen.

Die Paarungen der in einer Stunde beginnenden sechsten Runde sind wie gehabt der WM-Übersicht zu entnehmen. Die deutschen Gegner hat ja auch bereits Claus bekanntgegeben, unter Betonung des unglücklichen Lingener Duells. Wie ihr euch denken könnt, sind gerade Überlegungen im Gange, ob man möglicherweise Kräfte sparen kann, die Entscheidung dürfte auch von den Begegnungen der anderen führenden Nichtasiaten abhängen. Speziell das direkte Duell zwischen Kon Island (Hongkong) und Chandra Bose (Malaysia) dürfte Kopfzerbrechen bereiten, denn der Sieger aus dieser Partie hätte dann bereits 3½ Punkte. Mal sehen, in welchem Ergebnis die Überlegungen enden werden…

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WM-Zwischenbericht (II)

Verfasst am Freitag, 19. Oktober 2007 von Andreas Klein

Eigentlich hätte ich gern gestern Abend noch was geschrieben, aber so gegen viertel vor 12 wollte ich dann doch nicht mehr auf den Ausgang der letzten Partie warten. Im innerfinnischen Duell zwischen Jouni Rämä und Mikko Tornqvist war gerade der 130. Zug geschehen und ein Ende war nicht abzusehen. Wir haben gestern Abend immerhin 2½ Punkte geholt, womit man mittlerweile fast schon zufrieden ist. Allerdings waren die beiden vollen Punkte quasi Pflichtsiege. Reinhard gewann auch recht klar gegen Irimia Hapkhina (Kanada West), während Karsten ein wenig Mühe hatte, den vollen Punkt gegen Paul Byway (Großbritannien) einzufahren. Neben diesen beiden Siegen gibt es noch ein Remis von Zhang gegen meinen Erstrundengegner Koay Hean Hon (Malaysia) zu vermelden. Michael verlor gegen Zhongqi Ji (USA Ost), Hanming gegen meinen Zweitrundengegner Henry Tan (Indonesien), Bastian gegen Yanweijun (Japan) und ich musste mich gegen Wang Hui Chuan (Niederlande), dem Achten der letzten Europameisterschaft, geschlagen geben. Er zeigte sich zwar nachher beeindruckt, dass ich die Eröffnung kannte, aber irgendwann fehlte mir dann die Spielstärke, um die komplexe Stellung unter Kontrolle zu halten. Im Frauenturnier stand Cai Fang nach eigener Aussage auf Gewinn, verlor aber wegen eines einzügigen Einstellers.

An der Spitze konnte sich Xu Yin Chuan (China) nach langem Kampf gegen Ie Tjong Beng (Indonesien) durchsetzen und liegt nun alleine mit 4 aus 4 an der Spitze. Er spielt heute gegen seinen Landsmann Hong Zhi, der einen halben Punkt zurückliegt. Ebenfalls mit 3½ Punkten liegt der Taiwanese Chiang Chun Ha auf dem dritten Platz. Bei den Frauen konnten Ngo Lan Huong (Vietnam) und Wu Xia (China) gewinnen und liegen weiter gleichauf vorne.

Die Ergebnisse, den Zwischenstand und die Auslosung der laufenden Runde könnt ihr wieder über den Menüpunkt “WM-Ergebnisse” einsehen. Die Schreibweise der Namen entspricht bei den Asiaten im übrigen den offiziellen Ausdrucken, so dass es durchaus Unterschiede z.B. zur DXB-Ingoliste geben kann, beispielsweise heisst Wu Kuilin dieses Jahr Wu Kew Lin.

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WM-Zwischenbericht (I)

Verfasst am Donnerstag, 18. Oktober 2007 von Andreas Klein

TurniersaalDie dritte Runde liegt hinter uns, und auch heute löst die deutsche Bilanz nicht gerade Begeisterungsstürme aus. Wir können wieder leider nur zwei Punkte vermelden, wobei der einzige Sieg sogar kampflos zustande kam, weil mein Gegner verschlafen hat! Bedingt durch dieses frühe Ende (bereits nach einer halben Stunde hat man hier am Brett zu erscheinen) meiner “Partie” kann ich über den Verlauf der anderen deutschen Begegnungen wenig sagen. Reinhard hatte einen gegen zwei Soldaten bei jeweils nur noch einem Pferd, und kurz nachdem Tanaka einen seiner Soldaten gegen beide Leibwächter gegeben hatte, bot er selbst Remis an. Das zweite Remis erzielte Zhang, der wohl zu viele Figuren getauscht hat und so keine Gewinnversuche mehr unternehmen konnte. Heute Abend wird es bestimmt besser, denn nachdem wir eben alle(!) Schwarz hatten, müssten nachher eigentlich mal wieder ein paar Rotpunkte möglich sein.

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Erste WM-Ergebnisse

Verfasst am Mittwoch, 17. Oktober 2007 von Andreas Klein

Hallo aus Macao. Hier ist es jetzt kurz vor halb Zwölf, die Anreise gestern war anstrengend und schlaflos, heute war bereits die erste Doppelrunde, die Internetverbindung im Hotel ist recht lahm und die chinesische Tastatur ist sehr gewöhnungsbedürftig, daher heute nur kurz die Ergebnisse der deutschen Delegation:

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