Von Null auf Eins
Verfasst am
Andreas Klein
Eine überraschende telefonische Anmeldung ereilte mich heute früh gegen acht im Getränkemarkt, als ich gerade die letzten Besorgungen für das Turnier erledigen wollte. Duong Lai Hop hatte sich spontan entschlossen, den Weg von Bremen auf sich zu nehmen, und er war dann tatsächlich pünktlich zum Turnierbeginn in Braunschweig. Leider hatten wir zwei kurzfristige Ausfälle aus den eigenen Reihen zu beklagen, so dass schließlich zwölf Teilnehmer den Kampf um die neun Pokale aufnahmen.
Als aktuelle Nummer zwei der deutschen Rangliste ging Duong auch gleich als Favorit ins Rennen, gefolgt vom zweimaligen Deutschen Meister Karsten Hoffarth und vom dreimaligen Vizemeister Joachim Schmidt-Brauns. Diese drei landeten dann zwar erwartungsgemäß auf vorderen Plätzen, allerdings “nur” auf 2, 3 und 4, denn ein Spieler ohne Ingozahl rollte das Feld in seinem ersten Turnier von hinten auf. Gang Zhou, der in Braunschweig studiert hat und derzeit an seiner Promotion arbeitet, schlug in der zweiten Runde Joachim, in der vierten Duong und sicherte sich in der letzten Runde mit einem Remis gegen Karsten den Turniersieg. Glückwunsch zu dieser souveränen Vorstellung, und Glückwunsch auch (nach meinen eigenen vorläufigen Berechnungen) zur Übernahme des zweiten Platzes in der deutschen Ingorangliste.
Die Anzahl der Spieler unter Ingo 200 und die Anzahl der Jugendlichen war recht überschaubar, so dass entgegen ursprünglicher Pläne ein Doppelpreis vergeben wurde. In beiden Kategorien war Stephan Bradler der beste Spieler und konnte daher zwei Pokale entgegen nehmen. Alle Preisträger im Überblick:
Turniersieger: Gang Zhou (Braunschweig)
Zweiter: Duong Lai Hop (Bremen)
Dritter: Karsten Hoffarth (Hannover)
Jugendsieger: Stephan Bradler (Braunschweig)
Zweiter: Niklas Steinmann (Isenbüttel)
Dritter: Martin Merten (Sülfeld)
Ratingsieger: Stephan Bradler (Braunschweig)
Zweiter: Jochen Reimers (Braunschweig)
Dritter: Joachim Lißner (Berlin)
Mein Dank geht an Wolfgang Schwieger, der die schönen Räumlichkeiten organisiert hat, und an ihn geht auch meine erste Entschuldigung, denn er konnte leider nicht mitspielen, weil ich bei der Festlegung des Termins übersehen hatte, dass heute auch der Kongreß des Niedersächsischen Schachverbands tagte. Bedanken möchte ich mich auch bei allen Teilnehmern, die mir als Veranstalter ein einfaches Leben beschert haben, so dass das Turnier einen entspannten Verlauf nehmen konnte. Entschuldigen muss ich aber bei all jenen Teilnehmern, die darunter zu leiden hatten, dass ich es nicht geschafft habe, diese bescheuerten elektronischen Uhren richtig einzustellen. Bis zum nächsten Turnier muss ich das noch üben. Das wird dann wohl zunächst eine Bundesligarunde im nächsten Frühjahr sein, so dass das nächste Pokalturnier vermutlich erst im nächsten Herbst stattfinden wird.
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Am vergangenen Samstag war Xiangqitag in Wolfsburg. Jedenfalls im Haus des Deutschen Roten Kreuzes in der Bahnhofstraße, denn der Jugendwart und Cheftrainer der Schachfreunde Fallersleben, Stefan Langenfeld, hatte mich eingeladen, das allwöchentliche Jugendtraining mit einer Einheit Chinaschach aufzulockern. Die Idee stammt bereits aus dem letzten Oktober, als die Xiangqibretter, die ich bei der Bezirksmeisterschaft aufgebaut hatte, hauptsächlich von den Fallersleber Jugendlichen genutzt wurden.
Am Spitzenbrett der vierten Runde konnte Zhang heute früh seine Siegesserie fortsetzen. Zum Partieverlauf kann ich nur Bastians Äusserung beitragen, dass er schon schneller gegen Zhang verloren habe. Am zweiten Brett erkämpfte sich Karsten ein Remis gegen Viet, der am Ende zwar zwei Wagen gegen einen hatte, mit denen er aber Karstens volle Verteidigung nicht knacken konnte. In der Verfolgergruppe setzte sich Duong gegen Hanming in einem Endspiel Wagen und Pferd gegen Wagen durch, das Familienduell Cai Fang gegen Rudi endete Remis und Claus gewann gegen Anatol.
Die ersten drei Runden des Magdeburger Bundesligaturniers liegen hinter uns, und der amtierende Deutsche Meister Zhang Zhang ist der einzige Spieler mit einer weissen Weste (links im Bild gegen Duong Lai Hop). Sehr erfreulich ist die deutliche Steigerung der Teilnehmerzahl: nach 15 in Hannover und 13 in Nürnberg sind diesmal 22 Spielerinnen und Spieler dabei, darunter vier neue Gesichter. Auch in der Spitze kann sich das Turnier sehen lassen, der Ingoschnitt der ersten 10 beträgt 123.